R wie ...

Rechtsstaat

In Deutschland können weder die Regierung noch die Polizei tun, was sie wollen. Sie müssen sich genau wie alle anderen an die Gesetze und die Verfassung halten. Und die Bestrafung von Verbrechen ist ganz allein die Aufgabe der Richterinnen und Richter - da darf ihnen niemand hineinreden. Das alles ist so, weil Deutschland ein Rechtsstaat ist. Der Sinn von einem Rechtsstaat ist, dass die Menschen auf die geltenden Regeln vertrauen können. Jeder muss wissen: Wenn ich mich an Gesetze nicht halte, kann ich eine bestimmte Strafe bekommen. Und natürlich muss sich jede Person sicher sein können, dass ihre Rechte geschützt werden. 

Regierung

Das Wort „Regierung" kommt eigentlich aus dem Lateinischen: regere heißt so viel wie führen oder leiten. Und genau das ist es, was eine Regierung macht: Sie leitet einen Staat. Die Regierung besteht aus dem Regierungschef oder -chefin (in Hessen ist das der Ministerpräsident) und den Ministern und Ministerinnen. Gemeinsam entscheiden sie zum Beispiel darüber, ob es neue Gesetze geben soll.

Repräsentative Demokratie

Das Wichtigste in einer Demokratie ist: Die Regierung wird vom Volk gewählt und kann nicht einfach tun und lassen, was sie möchte. Sie muss sich auch an Gesetze halten und für alle gelten die gleichen Rechte und Pflichten.

Repräsentativ bedeutet: Jemand macht etwas stellvertretend für dich. In einer repräsentativen Demokratie entscheiden die Abgeordneten im Parlament über Gesetze. Sie machen das stellvertretend für ihre Wählerinnen und Wähler. In einer direkten Demokratie dürfen auch die Wählerinnen und Wähler über Gesetze abstimmen. Bei uns in Deutschland haben wir eine repräsentative Demokratie. Unser Nachbarland Schweiz ist ein Beispiel für eine direkte Demokratie.

Richterin oder Richter

Im Sport sind die Schiedsrichterinnen oder Schiedsrichter die Unparteiischen. Sie wachen darüber, ob die Spielregeln eingehalten werden. Halten sich die Sportlerinnen und Sportler nicht an die Regeln, können sie bestraft werden - zum Beispiel mit einer gelben Karte oder einer Zeitstrafe.

Richterinnen und Richter sind auch Unparteiische. Sie entscheiden an Gerichten darüber, ob jemand sich nicht an ein Gesetz gehalten hat. Zunächst hören sie sich in einer Verhandlung an, was passiert ist. Dann kommen Täterin oder Täter, Opfer und Zeuginnen und Zeugen zu Wort - also Menschen, die bei dem Verbrechen dabei waren oder etwas darüber wissen. Erst wenn sich die Richterin oder der Richter ganz sicher ist, was passiert ist, sprechen sie das Urteil. Wenn sie denken, jemand hat das Gesetz nicht eingehalten, bekommt die Person eine Strafe. Das kann dann eine Geldstrafe sein oder bei ganz schlimmen Verbrechen sogar eine Gefängnisstrafe.

SERVICE