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Datenschutz

Zu deinen Daten gehören nicht nur dein Name, dein Geburtsdatum und deine Adresse - sondern auch noch deine Hobbys, Krankheiten und später einmal, wieviel du verdienst. Solche Daten kennen dein Arzt oder deine Ärztin, deine Schule, die Bank oder auch die Leute aus dem Rathaus. Weil deine Daten ziemlich viel über dich verraten, dürfen sie mit ihnen aber nicht machen, was sie wollen. Denn laut Datenschutzgesetz darf niemand deine Daten einfach an andere weitergeben. So wird verhindert, dass damit Dinge gemacht werden, die du nicht möchtest. In Hessen trat bereits 1970 ein Datenschutzgesetz in Kraft. So früh wie in Hessen gab es auf der ganzen Welt noch kein anderes gültiges Datenschutzgesetz!

Demokratie

„Demokratie" ist ein griechisches Wort und es heißt „Herrschaft des Volkes". Das bedeutet, dass nicht eine einzige Person das Sagen hat und machen kann, was sie will. In einer Demokratie wird die Regierung vom Volk gewählt. Und die Regierung muss sich genauso an Gesetze halten wie jeder, der in diesem Land lebt. Außerdem hat jeder die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten. Zu den Rechten gehören zum Beispiel: Du darfst deine Meinung sagen; kannst dich treffen, mit wem du möchtest und darfst dort wohnen, wo es dir gefällt.

Deutsche Wiedervereinigung

Am dritten Oktober hast du immer schulfrei. Aber weißt Du auch, wieso? Seit 1990 wird dann der Tag der Deutschen Einheit gefeiert.

Vorher war Deutschland seit 1949 in zwei Staaten geteilt: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten.

Und es wurde nicht nur das Land geteilt, sondern auch die Hauptstadt. Mitten durch Berlin baute die DDR 1961 eine Mauer. Der Westen der Stadt gehörte zu Westdeutschland und der Osten der Stadt wurde die Hauptstadt der DDR. Weil Westberlin aber mitten in der DDR lag, konnte es unmöglich die Hauptstadt von der Bundesrepublik sein. Denn kein Staat kann eine Hauptstadt haben, die in einem anderen Land liegt. Stattdessen wurde Bonn die Hauptstadt.

Als die DDR im Jahr 1989 ihren 40. Geburtstag feierte, freute sich nicht jeder darüber. Viele Menschen in der DDR waren nämlich unzufrieden mit ihrem Land – zum Beispiel, weil sie nicht reisen durften, wohin sie wollten. Deswegen flüchteten manche Leute heimlich.

Wie unzufrieden sie waren, zeigten sie auch: Jeden Montag trafen sich die Menschen in Leipzig und zogen mit Plakaten durch die Straßen. Nach ein paar Wochen gingen immer mehr Leute in immer mehr Städten auf die Straße. Irgendwann hatte ihr Protest Erfolg: Plötzlich durften sie von der DDR in die Bundesrepublik fahren. Das war am 9. November 1989.

Heute sagen wir: An diesem Tag ist die Mauer gefallen. Das ist allerdings nicht wörtlich gemeint. Denn natürlich ist die Mauer nicht an am 9. November komplett abgerissen worden oder eingestürzt. Aber die Menschen aus der DDR durften nun in die Bundesrepublik. Die Mauer hinderte sie also nicht länger daran, zu verreisen.

Am 3. Oktober 1990 wurde aus den zwei deutschen Staaten endlich wieder ein Land. Kurz darauf wurde auch Berlin wieder die Hauptstadt.

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