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Bundesland

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – so heißen die … na, weißt du’s? Genau, so heißen die 16 deutschen Bundesländer.

Genau wie Hessen hat jedes von ihnen eine Landesregierung und einen Landtag. In den Stadtstaaten (Bremen, Berlin und Hamburg) heißen sie nur anders. Jedes Bundesland darf bestimmte Sachen selbst entscheiden - zum Beispiel alles, was mit Schule zu tun hat. So kommt es, dass in Berlin die Kinder nicht vier Jahre zur Grundschule gehen, sondern sechs Jahre lang.

Der Grund, warum die Bundesländer manche Dinge selbst bestimmen dürfen, ist einfach: Was für das eine Bundesland gut ist, nützt dem anderen Bundesland vielleicht gar nichts. Denn zwischen den Bundesländern gibt es ja Unterschiede: Die einen haben viele Einwohnerinnen und Einwohner, die anderen eher wenige. In manchen Bundesländern gibt es genügend Arbeitsplätze, in anderen viele arbeitslose Menschen. Die Probleme und Interessen der Bundesländer sind also nicht gleich. Deswegen ist es gut, dass sie vieles selbst regeln dürfen.

Bundesrat

Wie fragt die Bundesregierung die Bundesländer nach ihrer Meinung? Dafür gibt es den Bundesrat. Hier sind alle Bundesländer vertreten. Insgesamt hat der Bundesrat 69 Mitglieder. Die Bundesländer mit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern dürfen dort mehr Vertreterinnen und Vertreter hinschicken als die Bundesländer, in denen weniger Menschen wohnen. Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland haben drei; Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vier; Hessen hat fünf und Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sechs Mitglieder im Bundesrat.

Diese Mitglieder werden aber nicht gewählt. Sie werden von ihren Landesregierungen geschickt. Auch wenn jedes Bundesland mehrere Vertreterinnen oder Vertreter hat, können die nicht unterschiedlich abstimmen. Das heißt für die fünf hessischen Mitglieder: Es dürfen nicht zwei von ihnen dafür und drei gegen das Gesetz stimmen. Sie müssen sich einigen und dann alle gleich abstimmen.

Im Bundesrat sollen die Bundesländer ja so entscheiden, wie es für sie am besten ist. Manchmal gibt es deshalb richtig Streit mit der eigenen Partei.

Auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es eine Infografik, die die Aufgaben und die Organisation des Bundesrats verbildlicht.

Bundestag

Das deutsche Parlament nennt man Bundestag. Dort sitzen die Abgeordneten. Deren Aufgabe ist es, Gesetze zu beschließen. Außerdem passen sie auf, ob die Bundesregierung ihre Arbeit anständig erledigt.

Viele Gesetze, die in ganz Deutschland gelten (Bundesgesetze) sind auch für die Bundesländer wichtig. Deswegen reicht es nicht, wenn der Bundestag die Gesetze beschließt. Auch die Bundesländer müssen mit bestimmten Gesetzen einverstanden sein. Oder sie dürfen zumindest ihre Meinung dazu sagen.

Bundesregierung

Zur Bundesregierung gehören die Kanzlerin und die Ministerinnen und Minister. Sie sind wie eine Mannschaft, die gemeinsam die Bundesrepublik Deutschland leitet. Zusammen beraten sie zum Beispiel über neue Gesetze. Die schlagen sie dann dem Bundestag vor und der muss darüber abstimmen. Anschließend müssen sie sich darum kümmern, dass die Gesetze auch in die Tat umgesetzt werden.

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