Weltall-Allerlei zum fünften Mai

Warum der Astronauten-Tag am 5. Mai in die Geschichte einging und welche spannenden Fakten über das Weltall du unbedingt kennen solltest.

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Mädchen sitzt vor Tafel mit Kreidezeichnungen zum Thema Weltraum

Seit 2016 wird in den USA jedes Jahr aufs Neue der Nationale Astronauten Tag gefeiert. Er erinnert an Alan Bartlett Shepard, der als erster US-Amerikaner ins Weltall flog. Wer Shepard als allererster Mensch im All knapp zuvorkam und auf welchem Planeten ein Tag nur zehn Stunden dauert, erfährst du hier. Der Gedenktag gehört also zu den USA. Als Mensch ins Universum zu fliegen begeistert uns aber alle: auch in Hessen!

Warum wird am 5. Mai gefeiert?

Wie du dir sicher denken kannst, findet der Astronauten Tag nicht zufällig am 5. Mai statt. Genau an diesem Tag startete im Jahr 1961 Alan „Al“ Bartlett Shepard mit seinem Raumschiff ins Weltall. Das Besondere daran ist, dass Shepard nicht nur der erste US-Amerikaner war, der es bis nach oben zu den Sternen schaffte. Er war auch der zweite Mensch überhaupt, der bis dahin je ins Weltall flog.

Losgeschickt wurde Shepard von der NASA, also der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde. Sie sendet Sonden und Raketen ins All, um den Weltraum zu erforschen. Für diese Entdeckungstouren, auch Missionen genannt, vergibt die NASA spannende Namen. So hob Shepard im Rahmen der Mission „Mercury-Redstone 3“ ins Weltall ab. Er selbst taufte sein Raumschiff auf den Namen „Freedom 7“ – das ist Englisch und bedeutet Freiheit. Ein sehr passender Name, denn wo könnte man freier sein als im All.

Kein schwereloser Start ins All

Um als erster US-Amerikaner ins Weltall fliegen zu dürfen, musste Shepard einige Hürden überwinden. Die NASA wählte aus 110 Testpiloten nur einen Menschen aus, der ins Weltall fliegen durfte. Weil seine Einladung verloren gegangen war, dachte Shepard zunächst enttäuscht, dass er nicht zu den ausgewählten Testpiloten gehören würde. Doch zum Glück für ihn klärte sich dies auf und er konnte sich bei vielen Tests und Trainings gegen seine Mitstreiter durchsetzen.

Eigentlich sollte Shepard dann am 2. Mai mit seinem Raumschiff ins All abheben. Doch schlechtes Wetter machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Am 5. Mai ging es dann aber endlich los. Auf einem Gelände in Cape Canaveral wurde die Raumkapsel mit Shepard an Bord ins All geschossen. Dort war er mehr als 15 Minuten unterwegs und erreichte eine Flughöhe von 187 Kilometern. Ganz schön hoch!

Wer schaffte es zuerst in den Weltraum?

Der allererste Mensch im Weltall war übrigens der russische Kosmonaut Juri Gagarin. Kosmonauten werden Astronauten in Russland genannt. Gagarin stattete dem All nur ein paar Wochen vor Shepard, am 12. April 1961, einen Besuch ab. Er war auch ein wenig länger als Shepard im All unterwegs. In108 Minuten, also nur etwas mehr als anderthalb Stunden, umrundete er einmal die Erde in einer Höhe von bis zu 300 Kilometern. Ziemlich beeindruckend, oder?

Zu dieser Zeit waren es Männer, die sich ein „Wettrennen“ ins All lieferten. Mittlerweile sind natürlich auch Frauen in der Schwerelosigkeit des Universums unterwegs. Mädchen wie Jungs träumen davon, es ihnen einmal gleichzutun – heutzutage und vielleicht sogar besonders heute, am 05. Mai.

Fünf Weltraum-Fakten zum Staunen

  • Wusstest du, dass die Grenze zum Weltraum bei einer Höhe von 100 Kilometern über dem Meeresspiegel erreicht ist? Das Meer ist überall fast gleich hoch, darum ist es ein guter Ausgangspunkt für eine solche Messung. Flugzeuge fliegen im Vergleich dazu im Schnitt nur 10 Kilometer hoch.
  • Kennst du schon den Merksatz für die Reihenfolge der Planeten in unserem Sonnensystem? Er lautet: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“. Nimmst du nur die Anfangsbuchstaben der Wörter, ergeben sich daraus die acht Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun.
  • Der größte der Planeten ist der Jupiter. Die Tage dauern dort nur knapp zehn Stunden und sind damit am kürzesten. Wie du weißt, dauern sie hier auf der Erde 24 Stunden.
  • Der größte bekannte Berg in unserem Sonnensystem ist der sogenannte Olympus Mons auf dem Mars. Er ist ganze 26 Kilometer hoch. Der größte Berg der Erde, der Mount Everest, ist dagegen „nur“ 8848 Meter hoch.
  • Als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat, hinterließ er eine deutliche Fußspur. Die dürfte auch heute noch auf dem Mond zu sehen sein, denn dort gibt es keinen Wind, der sie wegblasen könnte.

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