Was echte Ehrenmänner und Ehrenfrauen so machen

Nicht nur in schweren Zeiten freuen sich Menschen über eine helfende Hand. Ganz besonders von Personen, die keine Gegenleistung erwarten. Ihnen ist der 5. Dezember gewidmet: Der Internationale Tag des Ehrenamtes.

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Junger Mensch in Winterkleidung hält ein weißes Blatt in die Kamera: darauf ein gemaltes rotes Herz

Internationaler Tag des Ehrenamtes. Grund genug auch mal einen Blick nach Hessen zu werfen. Denn auch die Landesregierung findet, dass ehrenamtliches Engagement unsere Dankbarkeit verdient.

Aber erst mal ganz von vorne. „Ehrenamt? Engage-was?“, hast du dich vielleicht gerade gefragt. Tätigkeiten, die zum Wohle der Allgemeinheit und ohne Bezahlung gemacht werden, werden „Ehrenamt“ genannt. Also: Ein Amt „für die Ehre“, nicht für Bezahlung mit Geld. „Engagement“ hingegen bedeutet, sich richtig in eine Aufgabe reinzuhängen. Also: Wer voller Leidenschaft etwas erledigt, ist engagiert dabei.
Wer sich also freiwillig einer Sache hingibt, um der Gemeinschaft etwas Gutes zu tun und ohne dafür Geld zu erwarten, betreibt ein ehrenamtliches Engagement. Das ist etwas Besonderes, da viele Leute ja hauptsächlich arbeiten oder zur Schule gehen. Es bleibt also nicht immer Zeit, sich noch um andere wichtige Aufgaben zu kümmern.

Damit das Ehrenamt mehr Anerkennung bekommt, wurde der 5. Dezember zum Internationalen Tag des Ehrenamtes erklärt. Eine solche Arbeit ist einfach nicht selbstverständlich. Wer nach der Schule heimkommt und auch noch Hausaufgaben erledigen muss, möchte anschließend lieber auf der Couch liegen oder sich mit Freundinnen und Freunden treffen. Noch mehr Arbeit kommt uns da eigentlich nicht in den Sinn. Dabei gibt es gute Gründe für ein Ehrenamt: Du lernst dabei, dass dein Verhalten etwas bewegen kann. Und du sammelst wertvolle Erfahrungen. Das findet unsere Landesregierung richtig und wichtig.

Hessen fördert die Gemeinschaft

In Hessen zählt die Landesregierung rund zwei Millionen Freiwillige in ehrenamtlichen Tätigkeiten. Damit liegt unser Bundesland „an der Spitze des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland“, wie Staatsminister Axel Wintermeyer berichtet hat. Darüber hinaus gibt es hier über 2.000 Stiftungen, die sich dem Gemeinwohl verschrieben haben. Bei so viel helfenden Händen kannst du schon mal den Überblick verlieren. Damit das nicht passiert, wurde in Hessen „#deinEhrenamt" ins Leben gerufen. Dort findest Du Infos zum Thema „Ehrenamt“ und kannst dir auch gleich eines suchen. 

Seit 2001 gibt es zusätzlich die „Landesehrenamtsagentur Hessen“. Eine solche Agentur ist in Deutschland einmalig! Sie kümmert sich darum, das Ehrenamt hierzulande noch weiter auszubauen.

Ob groß, ob klein: Wir alle können etwas bewegen

Ehrenamt ist nicht nur eine Sache für Erwachsene. Junge Menschen, die sich sogar neben der Schule ehrenamtlich engagieren, werden besonders geschätzt. Du kannst dabei weit mehr als nur spannende, neue Erfahrungen mitnehmen. Bei uns in Hessen gibt es die Möglichkeit, das Engagement aufschreiben zu lassen. Deine Eltern können sich bei deiner Schule ein Zeugnisblatt geben lassen. Das Zeugnisblatt trägt den Namen „Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit“. Das lässt du dann von der Einrichtung ausfüllen, wo du dein Ehrenamt machst. Deine Schule setzt anschließend einen offiziellen Stempel auf das Blatt – und fertig!

Vielleicht erscheint dir die ganze Sache mit dem Ehrenamt immer noch ein bisschen schwierig oder unklar. Was gibt es denn überhaupt für Möglichkeiten? Gerade in diesen Zeiten, wo alles von dem Corona-Virus bestimmt ist. Aber gerade jetzt ist die Arbeit von Freiwilligen gefragter denn je. Viele Ältere und Menschen, die schon vor Corona krank waren, brauchen unsere Hilfe.

Geschichten, die das Ehrenamt schreibt

Junge Leute, die etwas beitragen möchten, können Bedürftige zum Beispiel beim Gassi führen von Hunden oder beim Einkaufen unterstützen. Noch einfacher kannst du älteren Menschen eine Freude machen, indem du zu Papier und Stift greifst. Einfach mal einen schönen Brief schreiben und zeigen, dass du auch an die Menschen in Altenheimen und Krankenhäusern denkst. Du siehst: Helfen muss gar nicht schwer sein. „Viele stellen sich derzeit in den Dienst anderer“, erzählt Staatsminister Wintermeyer. Er findet das nicht nur nachahmenswert, sondern sagt auch: „Das verdient Respekt und Anerkennung.“

Axel Wintermeyer

Wenn du mehr über Geschichten, die das Ehrenamt schreibt, erfahren möchtest, kannst du dir die Seite „Mein Ehrenamt – Mein Moment“ ansehen. Es fühlt sich nicht nur gut an zu helfen, sondern gibt dir auch wertvolle Erkenntnisse und Fähigkeiten mit auf deinen Weg. Also, worauf wartest du?

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