Volle Chipsdose voraus! Ab auf den Mond!

Wolltest du schon mal jemanden am liebsten auf den Mond schießen? Oder hast du schon mal gedacht, dass jemand wohl hinterm Mond lebt? Vielleicht hast du auch jemanden bis zum Mond und zurück lieb?

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Mann hält Chipsdose und einen runden gelben Mülleimerdeckel
Schauspieler Stefan Becker: „Eine Reise um die Welt und bis zum Mond"

Mit dem Mond kann man tolle Sprichwörter zaubern, die vor allem eines verraten, nämlich, dass der Mond ziemlich weit von der Erde entfernt ist, genauer gesagt 384.400 km. Und gerade weil der Mond so weit von der Erde entfernt ist, war es damals so ein riesiges Ereignis, als der Astronaut Neil Armstrong mit seinem Fuß als erster Mensch auf die unbekannte Kraterlandschaft getreten ist. Das war am 21. Juli 1969 und ist jetzt 50 Jahre her. Für die erste Mondlandung steht in diesem Jahr ein stattliches Jubiläum an!

Im Mondschatten der Nummer 1 stehen

Der erste Mensch auf dem Mond hieß Neil Armstrong. In Hessen ist es nun Stefan Becker, der sich dem Mond annähert. Sein Raumfahrtschiff ist eine Chips-Rolle, sein Weltall eine Schulaula und sein Mond? Der gelbe Deckel eines Plastikmülleimers! Mit diesen anschaulichen Alltagsgegenständen bringt das Spielraum-Theater und das Theater Laku Paka die Geschichte „Vom ersten Mann, der auf den Mond pinkelte“ auf die Bühne. Sie basiert auf dem Bilderbuch von Endre Lund Eriksen und Torill Kove. Alle Welt erzählt immer vom ersten Mann auf dem Mond. Das Bilderbuch erzählt auch von den Astronauten, die ihn begleitet haben und davon, wie es ist, im (Mond-)Schatten des Allerersten zu stehen.

Denn wusstest du schon, dass Neil Armstrong nicht alleine die weite Reise unternommen hat? Das hätte er doch nie geschafft. So eine Weltraumreise ist ja schließlich keine Bummelfahrt. Und außerdem hatte doch niemand eine Ahnung, was Neil da erwarten würde: Mikroben, Monster, Todesstürme …? So eine Tour kann man nicht alleine überstehen. Das ist nicht nur super langweilig, sondern auch unmöglich. In so einer Rakete müssen eine Menge Knöpfe gedrückt und ausgeklügelte Technik betätigt werden. Daher machten erst zwei weitere Männer, Buzz Aldrin und Michael Collins, das Team der Apollo 11 komplett.

Teamarbeit – bis zum Mond und zurück

Während Buzz und Neil gemeinsam auf dem Mond spazierten und akribisch die Gegend erkundeten, musste Michael die Kontrolle über die Mission behalten und beide wieder sicher nach oben in die Rakete holen. Teamarbeit nennt man das. Nur dadurch kann man Großes erreichen – bis zum Mond und zurück. „Vom ersten Mann, der auf den Mond pinkelte“ setzt eine neue Geschichte in die Geschichte. Das Publikum kann sich fragen, was auf der Raumfahrtmission Apollo 11 wirklich geschehen sein mag. Und es wird gut unterhalten sein, das ist keine Frage!

Unterhaltung, Theater und Wissensvermittlung für Kinder und Jugendliche. Das ist der Rahmen, den der KinderKultursommer Nordhessen mit Leben zu füllen weiß. „Eine Reise um die Welt und auf den Mond“ gehört schon seit 2018 dazu und wird in diesem Jahr wiederholt. Ermöglicht wird das Mond-Theater im Jubiläums-Jahr der Mondlandung durch den Kulturkoffer, gefördert von unserem  Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Am Ende jeder Aufführung wird das Gesehene gemeinsam besprochen: Die Theaterleute mit den Schulklassen. Was du lernen kannst? Vielleicht, dass es in Ordnung ist, Angst vor dem Unbekannten zu haben. Oder, dass es hilft, Teil eines Teams zu sein, auf das man sich verlassen kann. Und, dass –mit kreativer künstlerischer Freiheit – der erste Toilettengang nur ein Gedankengang vom ersten Schritt auf dem Mond entfernt liegt.

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