Unsere Hilfe ist geboten: Bienen was bieten

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Ein selbst gebautes Insektenhotel mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten

Der Sommer steht unmittelbar vor der Tür. Bestimmt hast du schon einige Pläne ausgetüftelt, um die schönste Zeit im Jahr draußen zu verbringen. Ein guter Anfang wäre doch schon mal, auf einer schönen Blumenwiese den vielen kleinen Bienen bei ihrem Summ-Konzert zuzuhören.
Was? Du hast Angst vor Bienen? Das brauchst du gar nicht. Die Biene ist nämlich sehr friedliebend. Und außerdem ist sie den ganzen Tag viel zu beschäftigt, um auf die Idee zu kommen, dich zu ärgern. Denn sie hilft dir dabei, leckere Lebensmittel zu bekommen. Und du kannst ihr auch helfen: Du kannst sie bei ihrer Arbeit unterstützen und sie in ihrer Umwelt schützen.

Der Stundenplan einer Biene

Wusstest du, dass eine Biene 25km/h fliegt und es so schafft, bis zu 7.500 Blüten am Tag zu bestäuben? Auf diese Weise sammelt sie Nektar von den Blüten, um sich zu ernähren. Nebenbei sorgt die kleine fleißige Biene durch die Bestäubung von Blüten und Pflanzen aber auch dafür, dass Früchte entstehen können. Früchte und Gemüse stecken am Ende sogar in dem Ketchup deiner Schwimmbad-Pommes und in den tollen Sorten am Eisstand wie Erdbeere oder Himbeere.

Schluss mit Honig

Doch stell dir vor, es gäbe keine Bienen mehr, dann müsstest du fast alles von deiner Liste mit den Lieblingsspeisen streichen. Es gäbe weder Obst noch Gemüse. Du könntest keinen Bienenkonzerten auf Wiesen lauschen oder tolle Blumensträuße pflücken.

Das hört sich nicht nur schlimm an, das ist es leider auch: Bienen sind stark gefährdet. Zum Beispiel ernähren sich Wildbienen oligolektisch. Ein kompliziertes Wort, das bedeutet, dass sie ihre Nahrung nur aus einer Pflanzenart beziehen. Das wäre so, als ob du nur Pfannkuchen essen würdest, weil du sonst auf alles andere allergisch reagierst. Gäbe es dann keine Pfannkuchen mehr, dann hättest du ein ziemlich großes Problem.

Durch den Klimawandel schwinden Pflanzenarten. Und das entzieht Bienen die Nahrungsgrundlage. Die Verwendung von Pestiziden, das sind chemische Mittel, die Ungeziefer von der Ernte fernhalten sollen, plagt die Biene ebenfalls. Außerdem muss sich die Biene vor Viren und Krankheitserregern in Acht nehmen.

Unser „Bienenfreundliches Hessen“

Dass der Lebensraum von Bienen bedroht ist, das wissen auch die Politikerinnen und Politiker. Unsere Umweltministerin Priska Hinz hat sich die Bienenrettung sozusagen auf die Fahne geschrieben. Mit der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ möchte sie die Bedingungen für Honigbienen und andere Insekten wie Hummeln und Schmetterlinge verbessern. Mit verschiedenen Aktionen konnte so der Honigbienenbestand in Hessen auf 62.000 Honigbienenvölker erhöht werden. Vor zehn Jahren waren es nur 48.000.

Was du tun kannst, damit der Ketchup niemals ausgeht

Auch du kannst den Bienen helfen und sie bei Ihrer fleißigen Arbeit unterstützen. Beispielsweise kannst du auf einem Balkon, in einem Garten oder einem wilden Wiesenstück ein bienenfreundliches Buffet erschaffen, indem du spezielle Pflanzensamen einpflanzt. Im Bienenpflanzenlexikon findest du verschiedene Pflanzen, die Bienen richtig lecker finden. Du kannst aber auch spezielle Samenmischungen verwenden, die es bereits fertig im Gartencenter oder im Supermarkt gibt.

Um einen Unterschlupf für Bienen zu schaffen, kannst du dich auch an einem Insektenhotel probieren. Das sind kleine Wohnhäuser, in denen Bienen neu einziehen können. Wie das geht und was du dafür alles brauchst, hat der NABU sehr gut beschrieben.

Wie du siehst, gibt es einige Möglichkeiten, wie auch du einen besseren Lebensraum für Bienen schaffen kannst. So kannst du weiterhin deine Pommes mit Ketchup verdrücken, dich durch deine Lieblingsobst- und Gemüsesorten naschen oder einfach dem Summ-Konzert unserer Bienenfreundinnen lauschen.

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