Tierische Helfer auf vier Pfoten

Ob groß oder klein, flauschig oder mit glattem Fell: Hunde sind treue Begleiter. Aber wusstest du, dass sie noch viel mehr sein können als ein Haustier?

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Ein Hund mit einem Mädchen im Rollstuhl

Manche beherrschen nämlich mehr als einfach nur Sitz, Platz und Pfote. Für ihre Besitzerinnen und Besitzer sind sie gleichzeitig Augen, Ohren oder sogar Türöffner. Und damit helfen sie in vielen Situationen durchs Leben. Solche Hunde nennt man Assistenzhunde. Auch manche Kinder haben schon einen solchen Begleiter.

Helfer ist nicht gleich Helfer

Die bekanntesten Helfer dieser Art sind Blindenhunde. Sie unterstützen ihre Herrchen oder Frauchen zum Beispiel dabei, an einer Ampel bei grün über die Straße zu gehen. Auch für Menschen, die im Rollstuhl sitzen, können sie Türen öffnen, Lichtschalter drücken oder sogar beim Wäschewaschen helfen.

Spitze Ohren, guter Riecher

Unter den Assistenzhunden gibt es viele unterschiedliche Typen. Abhängig davon, welchen Einschränkungen ein Mensch im Alltag begegnet, hilft ihm sein Begleiter auf eine andere Weise. Vor allem mit Nase und Ohren zeigen Assistenzhunde dabei ihre Stärken.

Schwerhörige und gehörlose Menschen können zum Beispiel mit einem Signalhund Geräusche wahrnehmen, die sie sonst nicht hören. Das sind für uns meist ganz alltägliche Dinge: Das Klingeln des Weckers am Morgen oder ein Läuten an der Tür. Mit seinem außergewöhnlich guten Gehör ist der Hund so eine Brücke in die Welt der Hörenden.

Auch die Nase von Hunden ist nicht zu unterschätzen. Sie können bis zu 10 Mal besser riechen als du. Damit bemerken Diabetikerhunde, ob „ihr Mensch“ über- oder unterzuckert ist. Dieser gute Riecher hilft auch, wenn jemand gegen bestimmtes Essen allergisch ist. Die Vierbeiner zeigen dann, dass hier etwas nicht stimmt und warnen vor der Gefahr.

Früh übt sich, wer Assistenzhund werden will

Bevor es losgehen kann, muss viel gelernt werden. Denn nicht jeder Hund kann automatisch ein Helfer werden. Um blinde Menschen zu führen oder jemanden im Rollstuhl zu begleiten, brauchen die Vierbeiner eine spezielle Ausbildung. Dafür müssen schon die Welpen in die „Schule“ gehen.

Ein Assistenzhund lernt dort mindestens drei Aufgaben, die er regelmäßig erledigt und so die Einschränkungen für den Menschen verkleinert. Er kann dann je nach Bedarf heruntergefallene Gegenstände aufheben, bei einem Hindernis stehen bleiben oder Wäsche aus der Waschmaschine holen.

Weil die Hunde ihren Menschen 24 Stunden am Tag begleiten, ist es aber auch wichtig, noch mehr zu lernen. Dazu gehört, dass sie sich nicht ablenken lassen, andere Menschen oder Hunde ignorieren und immer Ruhe bewahren.

Bei all diesen Aufgaben ist es ganz wichtig, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Immer wenn der tierische Begleiter etwas richtigmacht, bekommt er deshalb eine Belohnung. So lernt er nicht nur die richtigen Aufgaben, sondern auch, dass es Freude macht, einem Menschen zu helfen.

Ab in die Pause

Auch wenn die Hunde ihre Menschen auf Schritt und Tritt begleiten, brauchen sie wie du mal eine Pause. Meistens gibt es spezielle Zeiten, wann gespielt und nicht „gearbeitet“ wird. Während der Spielzeit ist für den Hund klar: Jetzt muss ich nicht mehr aufpassen und darf mich ablenken lassen.

Gemeinsam schneller am Ziel

Egal ob Pause oder Arbeit: Sehr wichtig ist, dass Hund und Mensch ein eingespieltes Team werden. So kommen Menschen unabhängiger durchs Leben und überwinden mit Hilfe von vier Pfoten viele Grenzen in einer Welt mit vielen Hindernissen.