Schwein gehabt! Oder: Wieso der Schornsteinfeger Glück bringt

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Hufeisen mit Glücksklee

An Silvester wünschen wir uns alle einen „Guten Rutsch“, das bedeutet so viel wie „Guter Anfang“. Damit der Start ins neue Jahr auch wirklich gut wird schenken wir Menschen, die wir mögen Glücksbringer. Bestimmt hast du auch schon einmal ein kleines Glücksschwein, einen Glückscent oder eine Schornsteinfeger-Figur bekommen. Vielleicht hast du deinen ganz besonderen Glücksbringer auch immer dabei? Beim Wettkampf, Fußballspiel oder der Klassenarbeit. Und obwohl du wahrscheinlich weißt, dass dein Glücksschwein für dich nicht den Mathe-Test schreiben kann, ist es doch schön, wenn es dabei ist.

So ist das zum Beispiel auch mit Adler Attila. Der kann zwar nicht selbst mitspielen, soll aber der Fußballmannschaft von Eintracht Frankfurt Glück bringen. Seit 2006 hat das Maskottchen kein Heimspiel verpasst.

Aber hast du dich schon einmal gefragt, warum Kleeblatt, Hufeisen & Co. überhaupt Glück bringen sollen?

Glücksschwein

Fleisch war früher sehr teuer und nur wenige Menschen konnten es sich leisten. Wer ein Schwein besaß, wurde als reich angesehen. Manchmal konnten Ritter bei Turnieren Ferkel als Trostpreis bekommen, sie hatten dann zwar nicht gewonnen, aber immerhin „Schwein gehabt“.

Schornsteinfeger

Die Kochstelle wurde für die Zubereitung des Essens und zum Heizen genutzt. Ein verstopfter Kamin machte beides unmöglich und außerdem konnte leicht ein Feuer ausbrechen. Der Schornsteinfeger sorgte mit einem sauberen Kamin dafür, dass wieder gekocht und geheizt werden konnte, er brachte also das „Glück“ zurück.

Hufeisen

Pferde sind als starke Tiere für die Menschen schon lange wichtig. Da das Hufeisen die Tiere schützt gilt es wohl als Glücksbringer für die Menschen. Hufeisen bringen nur Glück, wenn sie gefunden werden und müssen nach oben offen aufgehängt werden, damit das Glück nicht herausfällt.

Vierblättriges Kleeblatt

Dreiblättrige Kleeblätter gibt es viele, vierblättrige sind sehr selten. Man benötigt also wirklich Glück, um eines zu finden. Glück bringt es aber nur, wenn man es verschenkt, nachdem man es zufällig gefunden hat. Heute werden vierblättrige Kleeblätter gezüchtet. Ob die dann wirklich Glück bringen?

Glückscent

Verschenkt man die kleinste Münze wünscht man dem anderen, dass ihm das Geld nie ausgeht und aus dem einen Cent viele werden. Früher nagelten die Menschen kleine Taler an ihre Haustür um böse Geister zu vertreiben. Auch zur Taufe bekam man kleine Taler geschenkt, die einen beschützen sollten.

Marienkäfer

Der Marienkäfer soll ein Bote von Maria sein und für sie Kinder beschützen. Kranke soll er heilen, wenn er ihnen zufliegt und wenn er sieben Punkte auf dem Rücken hat, soll er Unglück vertreiben.

Sternschnuppe

Früher hielt man Sternschnuppen für ein Zeichen des Himmels. Wenn man eine Sternschnuppe sieht, soll man sich etwas wünschen, bevor sie verglüht. Am meisten Glück bringen Sternschnuppen, die man zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar entdeckt.

Scherben

„Scherben bringen Glück“ sagt man oft, wenn etwas kaputt geht. Die Menschen glaubten früher, dass der Lärm böse Geister vertreibt. Diese Vorstellung hat man zum Beispiel beim Feuerwerk an Silvester übernommen.

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