Recht auf Freizeit – Deine fünf wichtigsten Rechte zum Weitersagen

Es gibt nicht nur einen Anlass im Jahr, dich selbst zu feiern. Denn neben deinem Geburtstag, an den du bestimmt zuerst gedacht hast, gibt es auch den Deutschen Weltkindertag, den du mit allen anderen teilst. An diesem Tag beschäftigen sich die Erwachsenen besonders aufmerksamer mit den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen.

Fotolia_64946176_S (1).jpg

Europa

In vielen Orten gibt es zum Weltkindertag Feste für Familien, Vorträge für Lehrerinnen und Lehrer oder Eltern, und die Medien berichten darüber. Doch das Thema sollte natürlich nicht nur einmal im Jahr wichtig sein, sondern an jedem Tag wirken. Denn du bist wichtig und hast Rechte, die dies betonen. Der vergangene deutsche Weltkindertag vom 20. September soll den Startpunkt bieten, um deine Gedanken auf dieses wichtige Thema zu lenken. Im Artikel kannst du über die Geschichte des Weltkindertags, seinen Stationen in Hessen und ihren Auswirkungen im Alltag von Kindern und Jugendlichen lesen.

Vom Ursprung des deutschen Weltkindertags

Am 21. September 1945 wurde auf der 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen, einen Tag knallrot im Kalender zu markieren: den Weltkindertag. An diesem Tag – aber natürlich auch an jedem anderen – sollen sich Erwachsene Gedanken darüber machen, was für Kinder auf der ganzen Welt wichtig ist, und wie man sie unterstützen kann. Außerdem sollen sie daran erinnert werden: Kinder haben Rechte! Heute wird der Weltkindertag in über 145 Staaten weltweit begangen – in Deutschland am 20. September.

Unsere Unterschiede machen (k)einen Unterschied

Neben allem Ernst soll der Tag natürlich auch Spaß machen. In vielen Städten werden daher bunte Mitmachaktionen organisiert und Infostände aufgebaut.  Im hessischen Neustadt gab es zum Beispiel einen Beitrag, der gleichzeitig eine Bedeutung hat und Spaß gemacht hat. „Die Kinder der Welt drücken die Hände in Lehm. Jetzt sag mir, welche Hand ist von wem?“ war dafür das Motto. In Lehm reindrücken und eine Botschaft ausdrücken: Jedes Kind ist eine ganz eigene, besondere Person. Aber die Unterschiede machen keinen Unterschied: Alle teilen die gleichen Rechte.  Unser Staatssekretär aus dem Innenministerium, Stefan Heck, war in Neustadt dabei. Er findet es wichtig, sich für Kinderrechte einzusetzen: „Kinder brauchen unseren besonderen Schutz, weil sie ihre Interessen nicht immer selbst vertreten können.

Kinderrechte stehen in Hessen ganz weit oben

Auch in Hessen sind die Rechte der Kinder ein wichtiges Thema. Um sie zu stärken, entschieden die hessischen Bürgerinnen und Bürger 2018, Kinderrechte in die Hessische Landesverfassung mit aufzunehmen. Den Weg dorthin kannst du im Video zur „Kinder- und Jugendrechte-Charta“ für Hessen nachschauen.

Deine fünf wichtigsten Rechte und was sie bedeuten

Damit Kinderrechte in der Politik ordentlich Gehör finden, ist es wichtig, dass Jugendliche und Kinder ihre Rechte selbst kennen und dafür eintreten. Doch was bedeutet das Wort „Rechte“ überhaupt? Ganz einfach: Darunter ist festgehalten, was dir zusteht, und was dir niemand verbieten kann. Deine Rechte müssen ernst genommen und von Erwachsenen sowie natürlich auch von anderen Kindern und Jugendlichen eingehalten werden. Damit das gut funktioniert, ist es wichtig, dass du deine Rechte auch selbst kennst und daran erinnern kannst. Es gibt eine ganze Menge davon, die in einem weltweiten Grundgesetzbuch für Kinder gesammelt wurden: der UN-Kinderrechtskonvention. Einen Überblick über die fünf wichtigsten Rechte und was sie bedeuten, findest du hier zusammengefasst. Merke sie dir und gib sie weiter an deine Freundinnen und Freunde.

1. Das Recht auf Gleichbehandlung

Bedeutet: Alle Kinder auf der Welt haben die gleichen Rechte. Ganz egal, in welchem Teil der Welt sie aufwachsen sind und woran sie glauben. Und natürlich gilt auch: Gleiche Rechte für Mädchen wie für Jungen.

2. Das Recht auf eine Familie und elterliche Fürsorge

Ein sicheres Zuhause, in dem du dich wohl und geborgen fühlst, ist wichtig für deine Entwicklung. So selbstverständlich es also klingt: Es steht dir zu, dass sich deine Eltern oder Pflegeeltern gut und liebevoll um dich kümmern und du regelmäßig Zeit mit ihnen verbringen kannst. Auch dann, wenn sie vielleicht nicht mehr zusammen sind.

3. Das Recht auf Bildung und Ausbildung

Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen. In Deutschland ist das sogar Pflicht. Es ist wichtig, dass du rechnen, lesen und schreiben lernst. Das hilft dir dabei, die Welt besser zu verstehen und später einmal eine gute Arbeit zu finden, damit du für dich und andere sorgen kannst.

4. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung

Ja, du hast richtig gelesen. Spiel und Spaß gehören nicht nur zu den schöneren Seiten des Tages, sondern sind sogar dein gutes Recht. Denn damit du dich bei den Hausaufgaben und in der Schule gut konzentrieren kannst, ist es wichtig, auch mal abzuschalten und der Fantasie freien Lauf zu lassen.

5. Das Recht, dich zu informieren und mitzuteilen

Du bist neugierig und stellst gerne viele Fragen? Sollten deine Eltern oder Lehrer einmal genervt davon sein, erinnere sie gerne: Auch das ist dein Recht. Egal, ob du deine Antworten in Büchern, online, im Fernsehen oder sogar in der Zeitung suchst: Du darfst dich informieren und deine Informationen an andere weitergeben. Und natürlich darfst du auch deine Meinung äußern, vor allem, wenn es um etwas geht, das dich direkt betrifft.

SERVICE