Wort des Jahres 2016

Endlich ist es raus! Die Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden hat das „Wort des Jahres 2016“ bekannt gegeben: es heißt „postfaktisch“.

b13bb8925d.jpg

Gestapelte Bücher vor vollgestellten Bücherregalen.

Doch was genau ist das Wort des Jahres?

Das „Wort des Jahres“ wird jedes Jahr von der Gesellschaft für Deutsche Sprache, kurz: GfdS, aus vielen tausend Einsendungen und Fundstellen ausgewählt.

Dabei geht es der GfdS nicht darum ein besonders schönes Wort zu finden, sondern ein Wort, das die gesellschaftliche Entwicklung im letzten Jahr beschreibt.

Schon seit 1977 wird das „Wort des Jahres“ jährlich gewählt. Die Jury, die aus vielen Sprachwissenschaftlern und Sprachexperten besteht, sitzt in Wiesbaden und wählt jedes Jahr aus 10 möglichen Kandidaten einen Gewinner.

Was bedeutet "postfaktisch" überhaupt?

Das Wort „postfaktisch“ bedeutet, dass immer mehr Menschen eher auf ihr Bauchgefühl hören, statt auf Zahlen und Fakten zu vertrauen. Das ist in der Wirtschaft und der Politik aber ganz schön gefährlich. Denn wenn Politiker absichtlich falsche Informationen verbreiten nur um Erfolg zu haben, dann kann das ganz schlimme Folgen für alle haben. Das ist zum Beispiel in Großbritannien passiert. Dort wurden die Menschen vor einer wichtigen Wahl falsch informiert. Sie haben dann aus Angst um ihren Arbeitsplatz für einen Austritt aus der Europäischen Union (kurz Brexit) gestimmt, obwohl das ihre Situation nur noch verschlimmern wird. So etwas nennt man eine „Postfaktische Politik“ führen.