Mutig wie die Löwen

Das Wort „Respekt“ klingt erstmal so, als ob es nur sehr schwer zu erklären ist. Jeder stellt sich darunter etwas Eigenes vor. Auf der Website „Hessen lebt Respekt“ zeigt die hessische Landesregierung deshalb viele Lebensbereiche, in denen Respekt besonders wichtig ist. Gleichzeitig erzählt sie von Menschen, die mutig für ein respektvolles Verhalten eintreten.

fotolia_31962016_s.jpg

Zusammenhaltende Hände, in den blauen Himmel fotografiert

Für den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier bedeutet Respekt zum Beispiel, dass man sich die Meinung eines anderen anhören muss, auch wenn sie einem nicht gefällt. Dafür kann man umgekehrt aber auch erwarten, dass der andere die eigene Meinung akzeptiert, auch wenn er die wiederum für falsch hält.

Was Volker Bouffier genau zum Thema Respekt denkt, könnt ihr Euch hier übrigens auch in einem Video ansehen.

Allgemein kann man unter dem Begriff „Respekt“ die Bereitschaft verstehen, im Leben auf einander Rücksicht zu nehmen. Jeder sollte nett zu anderen sein, egal wie sie aussehen, woher sie kommen oder an welche Religion sie glauben.

Wenn man selbst jemanden so gar nicht leiden kann, fällt das Nettsein natürlich sehr schwer. Das weiß jeder. Aber auch dann gilt die Regel: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg‘ auch keinem andern zu“. Denn wie schlimm es ist, nicht mit Respekt behandelt zu werden, das kann wohl jeder nachvollziehen.

Gerade in letzter Zeit war in den Nachrichten oft zu hören, dass an vielen Orten in der Welt Menschen untereinander mehr und mehr den Respekt voreinander verlieren. Es gibt Menschen, die sich weigern, mit Menschen zu sprechen, die anders sind als sie. Und es gibt Menschen, die Leute mit einer anderen Meinung sogar angreifen.

Fairness und Sportsgeist

Wichtig ist Respekt unter anderem auch beim Sport. Zum Beispiel kann kein Fußballspiel funktionieren, wenn nicht alle bereit sind, sich an die gleichen Regeln zu halten. Hier bedeutet Respekt Fairness und Sportsgeist. Wer foult, der achtet seinen Gegner nicht. Für Regelverstöße gibt es deshalb die rote Karte. Nur wer fair und mit Respekt spielt, kann das Spiel ehrlich gewinnen.
Ob es um Fußball, Handball oder Eishockey geht, im Sportverein zählt nicht die Herkunft, sondern die Leistung, die das Team gemeinsam erbringt.

„Helden des Alltags“

Die Homepage „Hessen lebt Respekt“ erklärt aber nicht nur, wie schlimm Respektlosigkeit ist. Sie erzählt auch von Menschen, die sich jeden Tag mutig gegen den respektlosen Umgang mit bestimmten Gruppen wehren. Oft bringen sie sich sogar selbst in Gefahr, um anderen zu helfen.

Zu diesen Leuten zählen zum Beispiel Polizistinnen oder Feuerwehrmänner, die stets bereit sind, anderen in Not zu helfen,. Sie sind deshalb so etwas wie unsere „Helden des Alltags“. Sie regeln den Verkehr, löschen Feuer, fangen Einbrecher oder retten Katzen, die zu hoch auf einen Baum geklettert sind. Denn kein Hilferuf ist zu unwichtig für sie.

Aber man muss nicht bei der Polizei oder der Feuerwehr arbeiten, um anderen zu helfen. Ihr könnt das auch - alleine, mit Freunden oder der ganzen Schulklasse. Im gemeinsamen Miteinander also. Und das kann ganz einfach sein: Wenn man zum Beispiel sieht, dass es jemandem schlecht geht, kann man einen Erwachsenen zur Hilfe holen. Wenn jemandem etwas runterfällt, kann man es für ihn aufheben. Oder man bietet im Bus älteren Menschen, schwangeren Frauen oder Menschen, die nicht gut laufen können, einen Platz an. Das alles zeigt, wie einfach es ist, sich respektvoll zu verhalten.