Kinderrechte

Jeder Mensch hat Rechte. Diese Rechte gelten natürlich auch für Kinder. Doch Kinder haben zusätzlich noch eigene Rechte, die speziell auf sie ausgerichtet sind. Denn Kinder und Erwachsenen sind oft sehr verschieden.

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Schule

Kinder haben oft an anderen Dingen Freude als Erwachsene: Während Kinder am liebsten zusammen auf der Straße oder dem Spielplatz toben, sitzen ihre Eltern mit einem Kaffee zusammen und unterhalten sich. Kinder gehen zur Schule und Erwachsene zur Arbeit. Kinder spielen und probieren neue Sachen aus. Sie brauchen Zeit und Platz, sich zu entwickeln. Gerade weil sich Kinder und Erwachsene in so vielen Dingen unterscheiden, gibt es für sie eigene Rechte. 

Ein Recht auf Bildung

Ist der Schulbesuch ein Recht für Kinder? Ja, aber klar! Denn jedes Kind hat das Recht zur Schule zu gehen. Das klingt zunächst nach keinem schönen Recht, denn viele Schüler würden sicherlich gerne auf den Schulbesuch verzichten. Doch in vielen Ländern der Welt gibt es nur wenige Schulen und die Eltern dort können ihr Kind nicht auf eine Schule schicken. Viele dieser Kinder würden gerne zur Schule gehen, haben aber nicht die Möglichkeit dazu. Ohne Schulbildung werden diese Kinder später in ihrem Leben weniger Chance auf eine Arbeitsstelle haben.

Kinderrechte weltweit

Kinderrechte schützen Kinder. Zum Beispiel davor, von Erwachsenen ausgenutzt zu werden. Kein Kind soll von morgens bis abends lernen oder gar arbeiten müssen. Kinder haben ein Recht auf Spiel, Freizeit und Ruhe. Freunde treffen, in einem Verein aktiv sein oder in Ruhe lesen können: Das ist genauso wichtig für eine erfüllte Kindheit wie der Schulbesuch. Aber Kinderrechte gehen noch weiter. Kinder haben ein Recht auf Gesundheit. Und darauf, dass sich ihre Eltern um sie kümmern. In Ländern mit Krieg und auf der Flucht haben sie das Recht, besonders geschützt zu werden. Alle dieser Rechte sind sehr wichtig. Deshalb sind sie mittlerweile von fast allen Ländern dieser Welt unterzeichnet worden.

Wer verteidigt die Rechte der Kinder?

Kinderrechte aufzuschreiben ist gut. Aber das alleine reicht nicht. Denn Kinder brauchen jemanden, der sich darum kümmert, dass ihre Rechte eingehalten werden. Sie selbst sind zu jung, um ihre Rechte vor einem Gericht einzuklagen. Sie müssen sich an dann an ihre Eltern, ihre Lehrer oder andere vertraute Menschen wenden. Damit die Rechte von Kindern und Jugendlichen von Anfang an geschützt werden, gibt es jemanden: Die Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte. In Hessen ist das Katharina Gerarts. Sie setzt sich für die Rechte von Kindern ein und schaut da hin, wo sich etwas verbessern muss.

Kinderrechtsbeauftragte

Katharina Gerarts ist erst seit kurzem Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte und hat sich einiges vorgenommen: Sie ist Ansprechpartnerin für alle Kinder und Teenager in Hessen und sie möchte die Rechte der Kinder und Jugendlichen weiter im Land bekannt machen. Außerdem wird sie bis nächstes Jahr gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen in Hessen eine Kinderrechte-Charta erstellen. Das heißt also, eine Liste mit Vorschlägen, wie man die Kinderrechte weiter stärken und vorantreiben kann.

Bei diesen Aufgaben hat sie die volle Unterstützung des Hessischen Sozialministers Stefan Grüttner: „Kinder bedürfen eines besonderen Schutzes, da sie ihre Interessen in Politik und Gesellschaft nicht eigenständig vertreten können. Aus diesem Grund sind der Schutz der Kinder und das Bemühen, dem Kindeswohl Rechnung zu tragen, für mich ein wichtiges Anliegen.“