Internationaler Tag des Baumes

Es erwartet Euch eine Geschichte über eine lange Tradition für den Menschen, die im Vergleich zum Leben eines Baums noch ganz jung ist.

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Priska Hinz

Die meisten „Tage des“ sind sogenannte Gedenktage und sollen helfen, dass wir bestimmte historische Ereignisse nicht vergessen. Beim Tag des Baumes ist es anders!

Der Internationale Tag des Baumes ist auf die Zukunft ausgerichtet, nicht auf die Vergangenheit. Es handelt sich bei ihm nämlich eine Baumpflanzaktion, bei der  jedes Jahr gemeinsam mit Forstämtern und Kommunen ein Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt wird. Auch nach über 60 Jahren ist dieser Tag noch immer eine der beliebtesten und erfolgreichsten Mitmachaktionen zum Thema Wald und Naturschutz.

Eine lange Tradition für den Menschen - nur ein Augenblick für einen Baum

„Bei Themen rund um den Wald von einer langen Tradition zu sprechen ist riskant, bedenkt man, dass ein Baum leicht Jahrhunderte alt werden kann. Doch wir Menschen leben nicht so lange und daher darf nach über 60 Jahren der Tag des Baums als gute und alte Tradition bezeichnet werden“ erklärt Umweltministerin Priska Hinz.

Der Baum des Jahres 2018

Und das gilt ganz besonders für den Baum des Jahres 2018! Dieses Jahr pflanzte die Umweltministerin nämlich im Forstamt Rüdesheim gemeinsam mit Manfred Kohl, dem Bürgermeister von Walluf und Alexander Ebert, dem stellvertretender Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Landesverband Hessen e. V., und den Kindergartenkindern aus dem Ort eine Esskastanie.

Die Esskastanie hat 2018 die Ehre, Baum des Jahres zu sein. Esskastanien, Maronen, oder auch „Keschde“ genannt, können rund 30 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. Die großen Höhlen alter Bäume sind bei Waldbewohnern beliebt – für die Wildkatze sind sie zum Beispiel beliebte Wurfplätze. Und von der reichen Blüte ernähren sich im späten Frühjahr einer Vielzahl von Insekten.