Laternenstarkes Lichtermeer

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Zwei Mädchen und eine Frau basteln bunte Laternen an einem Tisch

Halloween ist vorbei, die Süßigkeiten vernascht und die Kürbisköpfe erloschen. Da holen Lehrerinnen und Lehrer, Eltern oder Großeltern plötzlich buntes Papier, Stifte und Schere heraus und verkünden: „Es ist Zeit zu basteln!“ Anfang November bedeutet das für dich dann: Ran ans Werk, eine Laterne muss her. Aber wofür? Na für den Sankt Martins-Umzug!

Über den Sankt Martin vor langer Zeit

Denn am elften November ist der Martinstag, an dem in vielen europäischen Ländern dem heiligen Sankt Martin gedacht wird. Der hat nämlich schon im 4. Jahrhundert, also vor ganz langer Zeit, gezeigt, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu helfen und Nächstenliebe zu zeigen. Als er nämlich in einer kalten Winternacht auf der Straße einen frierenden Bettler fand, hat er kurzerhand seinen eigenen Mantel mit seinem Schwert zerschnitten und eine Hälfte dem Bettler zu geben. So hat er ihn vor dem Erfrieren geschützt. Und ihm war dabei ganz egal, dass er dann auch nur noch einen halben Mantel hat.

Traditionell wird zum Gedenken daran also der Sankt-Martins-Umzug veranstaltet. Dabei ziehen Groß und Klein mit ihren leuchtenden Laternen durch die Stadt. Angeführt wird das Ganze oft von einem Reiter mit rotem Umhang, Sankt Martin höchstpersönlich. Dabei stimmen alle gemeinsam Lieder wie „Ich geh mit meiner Laterne“ oder „Laterne, Laterne“ an und wärmen sich nach dem Umzug zusammen am Martinsfeuer.

Über das Sankt Martinsfest in diesem Jahr

In diesem Jahr ist ein solcher Umzug aufgrund der Corona-Pandemie aber leider nicht möglich. Um trotzdem ein Zeichen für Mitgefühl und Nächstenliebe zu setzen, gibt es eine digitale Sankt-Martins-Aktion. Die hat Caritas-Gemeinschaftsstiftung im Bistum Limburg gemeinsam mit weiteren Partnern die ins Leben gerufen und #stmartin2020 genannt. Auch unser Kultusminister Lorz unterstützt die Aktion. „Ich freue mich sehr, dass die Caritasstiftung trotz der besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie ein derart tolles digitales Alternativprogramm auf die Beine gestellt hat.“ Er hofft nun, dass möglichst viele Mitmachen und meint damit  Kinder, Eltern sowie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

Kultusminister Lorz und Sonja Peichl, Geschäftsführerin der Caritas-Gemeinschaftsstiftung, halten Laternen in den Händen.
Kultusminister Lorz und Sonja Peichl, die Geschäftsführerin der Caritas-Gemeinschaftsstiftung.

Ein digitaler Martinsumzug aus Bildern

Wie du mitmachen kannst? Beteilige dich  einfach an dem Fotowettbewerb der Aktion. Das Ganze findet vom 8. bis zum 15. November 2020 statt.  In diesem Zeitraum sollen Bilder von leuchtenden Laternen, Lichtern oder Martinsbildern gepostet werden. Das kannst du in jedem sozialen Netzwerk machen. Wichtig ist, dass bei deinem Bild den Hashtag #stmartin2020verwendest. Wenn dann der Hashtag gefiltert aufgerufen wird, entsteht ein virtuelles Lichtermeer. Fast wie ein digitaler Martinsumzug. So soll ein Zeichen der Nächstenliebe für Menschen auf aller Welt gesetzt werden. Damit die Aktion ein Erfolg wird, fehlt jetzt also nur noch eins: jede Menge hübsche Laternen, strahlende Lichter und bunte Bilder. Also nichts wie los, ab an den Tisch und basteln was das Zeug hält!  Und dann reihe dich mit deinem Licht und Bild in den Martinsumzug unter #stmartin2020 ein.

Weitere Infos zur Martinsaktion solltest du dir online durchlesen. Denn  ganz nebenbei kannst  du  auch noch etwas gewinnen.

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