Jugend malt die Heimat Hessen

1.656 Kinder und Jugendliche haben ihre Bilder eingereicht. Das macht mindestens 1.656 Blätter Papier, unberechenbare Ideen und so viel Farbe aus Stiften, Kreidemalern und Farbtöpfen, wie sie wirklich kaum ein Hessen-Löwe zählen kann.

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Ausstellungsraum im Foyer des Nassauischen Kunstvereins

Mach mal die Augen zu. Jetzt denk an deine Heimat in Hessen. Welches Bild kommt dir dabei in den Kopf? Wetten, dass für alle von uns die Antwort sehr unterschiedlich ausfallen würde? Sogar, wenn manche von uns an denselben Ort gedacht haben. Für „Jugend malt“ haben Kinder und Jugendliche zwischen sechs und sechszehn ihr Bild im Kopf zu einem Bild auf Papier gemacht.

Rapunzel lässt das Wimmelbild herunter

Ein Wimmelbildartiges Gemälde über Rapunzel
Ein Kunstwerk zur Märchenregion Nordhessen.

Zu sehen gibt es unter den prämierten Bildern zum Beispiel den Frankfurter Römer in festen Outlines und prall-knallen Wachsmalfarben. Oder Persönliches in schweifenden Buntstiftstrichen wie den „Blick auf Rechtenbach aus dem Dachbodenfenster“.  Hintereinander luken dort die Dachspitzen aus dem Gemälde. Und fast wimmelbildartig kommt ein Kunstwerk zur Märchenregion Nordhessen daher. Gutgelaunt lässt es allerlei zu „Rapuhzel“ aus und in den Rahmen fallen.
„Diese große Vielfalt macht das Bundesland Hessen aus“, steht in der Ausschreibung von „Heimat Hessen – markante Städte, Dörfer & Landschaften“.

Schon zum 17. Mal hat unser Ministerium für Wissenschaft und Kunst den Wettbewerb „Jugend malt“ in diesem Jahr ausgerufen. Durchgeführt hat ihn die Kinder-Akademie Fulda, die sich damit auskennt, junge Menschen für Kunst zu begeistern. Ausstellungen möchte sie zu einem Ereignis machen und bietet viele spannende Kurse und Clubs an, in denen man selbst farbenfroh aktiv werden kann.

Gekürt, gepriesen und gerahmt

In drei Altersklassen hat eine Jury Gewinnerinnen und Gewinner gekürt. Stell dir das mal vor, so viele Bilder, so viel bunt-schönes Hessen! Das war bestimmt nicht leicht. Umso mehr haben sich die Preisträgerinnen und Preisträger dann auch gefreut. Über ihre Preise: Malkästen, Memory-Spiele, Bücher. Aber auch über Urkunden. Und ihren eigenen Platz im Museum. Der Nassauische Kunstverein hat die aufs Papier gebrachte Hessen-Heimat in Wiesbaden ausgestellt.