Firewall für den Körper: Wie dich Impfungen vor Krankheiten schützen

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Kleines Kind mit Papp-Ritterrüstung

Ob jung oder alt – eine gute Gesundheit ist für alle Menschen wichtig, damit wir fit und unbeschwert durchs Leben gehen können. Zum Glück können wir viel machen, um gesund zu bleiben und bestimmte Krankheiten wie Masern oder Mumps gar nicht erst zu bekommen.

Was ist eine Impfung eigentlich?

Vor Erkältungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Co. können wir uns leider oft nicht schützen. Gegen verschiedene andere schwerere Krankheiten dagegen schon. Dazu gehören zum Beispiel Windpocken und Keuchhusten. Bestimmt hast du schon von Impfungen gehört. Durch Impfungen wird die Gesundheitspolizei in deinem Körper gestärkt, sodass sich solche Krankheiten gar nicht erst bilden und Schäden anrichten können.

Eine Impfung gegen Windpocken verhindert zum Beispiel, dass du dich bei Freundinnen oder Freunden ansteckst, die gerade mit den juckenden roten Pusteln zu kämpfen haben. Du kannst dir eine Impfung also wie eine Firewall vorstellen – ein Sicherungssystem für deinen Körper.

Hessen impft: „Firewall für den Körper“

Du siehst also, dass Impfungen eine hilfreiche Schutzmaßnahme sind, um dich und deinen Körper gesund zu halten. Weil das Thema so wichtig ist, hat unser Sozialministerium ein Programm mit dem Namen „Firewall für den Körper“ gestartet. Es informiert Hessinnen und Hessen durch verschiedene Aktionen über Impfungen und Gemeinschaftsschutz. Gemeinschaftsschutz bedeutet, dass man nicht nur eine Verantwortung für sich selbst trägt, sondern auch für die Menschen im Umfeld: Wenn du selbst nicht krank wirst, kannst du auch niemand anderen anstecken.

Die Aktion startete im November 2019 mit Plakaten in Kindergärten und dem Verteilen von Info-Flyern. So wurden die Eltern über die Vorteile des Impfschutzes aufgeklärt. Aber natürlich sind Impfungen nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene wichtig und sinnvoll. „Unsere Kampagne macht klar: Impfschutz geht jeden an. Impfungen sind in jedem Lebensalter wichtig“, erklärt Gesundheitsminister Kai Klose hierzu.

Was passiert bei einer Impfung in deinem Körper?

Bei einer Impfung bekommst du in der Regel einen kleinen Pieks in deinen Arm, den du aber kaum bemerkst. Du kannst dir das in etwa so vorstellen, als würdest du dir in deinen Arm kneifen, nur noch schwächer. Dafür benutzt deine Kinderärztin oder dein Kinderarzt eine Spritze, in der sich der Impfstoff befindet. Bestimmt fragst du dich, was dieser Impfstoff eigentlich ist. Das ist schnell erklärt: Darin enthalten sind Krankheitserreger – also Viren –, die eigentlich Krankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln auslösen. Aber keine Sorge, diese Viren wurden vorher abgeschwächt und sollen dich natürlich nicht wirklich krankmachen, ganz im Gegenteil.

In deinem Körper tummeln sich nämlich viele kleine Abwehrzellen, auch Antikörper genannt, die die abgeschwächten Viren angreifen und zerstören. Gegen deine Abwehrzellen haben die Viren keine Chance. Sie bilden eine Art Schutzwall, an denen die bösen Viren nicht vorbeikommen können.

Aber noch viel mehr passiert in deinem Körper: Dein Abwehrsystem, das dich vor Krankheiten schützt, bildet sogenannte Gedächtniszellen. Diese erinnern sich von jetzt an ganz genau an die Viren aus dem Impfstoff. Sollten sich solche Viren noch einmal in deinen Körper verirren, wissen die Zellen, welche Abwehrzellen sie losschicken müssen, um die Viren zu bekämpfen. So bleibst du vor Krankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln geschützt. Ganz schön stark, so eine Firewall im Körper, oder?

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