Fürs Feuer löschen brennen: Die Jugendfeuerwehren in Hessen

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Jugendfeuerwehr beim Training

Was tun wenn’s mal brennt? Die Antwort kennt ja eigentlich jedes Kind: Die Feuerwehr anrufen! Damit aber auch in Zukunft jemand da ist, an den man sich im Ernstfall wenden kann, gibt es Jugendfeuerwehren – natürlich auch in Hessen. Wie wichtig der Nachwuchs in Sachen Brandbekämpfung ist, betont auch unser Innenminister Peter Beuth. Der hat im vergangenen Frühjahr die Aktionstage im Main-Taunus-Zentrum (MTZ) in Sulzbach besucht. Dort sagte er: „Solche Aktionen machen die Feuerwehr interessant für andere Kinder und weitere Mitstreiter und stärken überdies den Zusammenhalt der Jugendfeuerwehren“. Aber was macht denn die Jugendfeuerwehr genau, und seit wann gibt es sie?

Innenminister mit Kindern und Menschen und Maskottchen der Jugendfeuerwehr
Im Mai hat unser Innenminister Peter Beuth die Jugendfeuerwehr-Aktionstage im Main-Taunus-Zentrum (MTZ) in Sulzbach besucht und das hervorragende Engagement der Nachwuchsbrandschützer hervorgehoben.

Wasser marsch!

Kids helfen nicht erst seit gestern in der Feuerwehr. Die älteste bekannte Jugendfeuerwehr in Deutschland gibt es auf der Insel Föhr. Gegründet wurde sie im Jahr 1882. Dort war sie damals besonders wichtig, da die Männer häufig auf See waren und die Brandbekämpfung so Aufgabe der Jugend wurde. Heute geht es jedoch mehr darum, Kinder und Jugendliche auf den Einsatz bei der Feuerwehr vorzubereiten. Deshalb wurde am 31. Oktober 1964 die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) als Bundesverband gegründet – also vor genau 55 Jahren! Zu diesem Zeitpunkt gab es schon 574 Jugendfeuerwehren in Deutschland.

In Hessen hat beinahe jede Freiwillige Feuerwehr auch eine Jugendfeuerwehr. Mitmachen können Mädchen und Jungs zwischen 10 und 17 Jahren. Als Mitglieder erlernen Kinder und Jugendliche alles, was für einen ordentlichen Löschtrupp wichtig ist: Dazu gehören der Umgang mit Schutzausrüstung, sowie das richtige Verhalten in Notsituationen Aber auch Übungen zu Geschicklichkeit, Beweglichkeit und eine vernünftige Portion Allgemeinwissen stehen auf dem Tagesplan – von der Straßenverkehrsordnung bis zur Ersten Hilfe ist hier alles dabei.

Spaß muss sein

Klar ist es wichtig, dass angehende Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen ihr Handwerk erlernen. Aber wo bleibt der Spaß? Damit dieser nicht auf der Strecke bleibt, werden in den Jugendfeuerwehren eine Vielzahl an Freizeitangeboten bereitgestellt. Regelmäßig gibt es Ausflüge, Zeltlager, Spiele, Filmabende und Treffen mit anderen Jugendfeuerwehren. Auf Wettbewerben und Feuerwehrerlebnistagen können die erlernten Fähigkeiten außerdem im Wettkampf getestet werden.

Für die Jüngsten gibt es die Kinderfeuerwehr. Hier können Interessierte schon ab sechs Jahren in Kindergruppen – den sogenannten Bambinifeuerwehren – in die Welt der Feuerwehr reinschnuppern. Spielerisch wird auch hier alles gelernt, was es über die Feuerbekämpfung zu wissen gibt.

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