Die Juniorwahl zur Landtagswahl in Hessen – Demokratie verstehen und üben!

Am 28. Oktober wählt Hessen einen neuen Landtag. Doch schon in der Woche davor wählen die hessischen Schülerinnen und Schüler – bei der Juniorwahl!

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Juniowahl

Hessen wählt den Landtag

Am 28. Oktober ist Landtagswahl in Hessen. Dann entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, wer für die nächsten vier Jahre in Hessen regieren soll.

Genau wie bei der Bundestagswahl dürfen auch bei der Landtagswahl alle deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (und in diesem Fall alle, die in Hessen wohnen), die mindestens 18 Jahre alt sind, wählen gehen. Aber so eine Wahl kann beim ersten Mal ein bisschen kompliziert sein: Wozu sind Erst- und Zweitstimme da, wer sind überhaupt all die Abgeordneten aus den verschiedenen Parteien und wofür treten sie ein?

260 Schulen wählen mit!

Um jungen Leuten dabei zu helfen, die Wahl zu verstehen und sich selbst eine Meinung bilden zu können, gibt es eine tolle Aktion: Die Juniorwahl. Dabei wählen Schülerinnen und Schüler von der 7. bis zur 13. Klasse in ihrer Schule, und zwar genauso, als würden sie an der echten Wahl teilnehmen.

Die Teilnahme an der Juniorwahl ist kostenlos. Um mitzumachen, mussten sich die Schulen vorher anmelden. Dieses Jahr haben sich 260 Schulen in Hessen angemeldet, das sind so viele wie nie zuvor!

Zur Vorbereitung wird im Unterricht ausführlich darüber gesprochen, wie Wahlen funktionieren, welche Parteien teilnehmen und wofür diese stehen. Und in der Woche vor der Landtagswahl, also vom 22. bis zum 26. 10., wird dann gewählt.

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Wie läuft so eine Wahl ab?

Und das passiert genauso wie die „normale“ Wahl: Einige melden sich freiwillig dazu, Wahlhelferin oder Wahlhelfer zu werden. Jede Person, die wählen darf, ist „wahlberechtigt“ und erhält eine Wahlbenachrichtigung, auf der genau steht, wo und wann gewählt wird. Am Wahltag zeigen dann alle, die wählen möchten, den Wahlhelfenden ihren Schülerausweis und die Wahlbenachrichtigung. Dann bekommt er oder sie einen Stimmzettel und stimmt in der Wahlkabine geheim ab, damit niemand sieht, in welchen Boxen die Kreuzchen gesetzt werden. Anschließend werden die Stimmzettel in die Urne (eine große Box, in die niemand hinein schauen oder einen bestimmten Wahlzettel wieder rausholen kann) geworfen.

Wenn alle gewählt haben, fangen die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer an zu zählen, wer wie viele Stimmen bekommen hat. Das Ergebnis schicken sie an die Organisatoren der Juniorwahl, und die rechnen alle Stimmen zusammen. Am 28. Oktober, also an genau demselben Tag, an dem die Wahl in Hessen stattfindet, wird das Gesamtergebnis dann bekannt gegeben.

Das sagen Klassen

Klassen, die bereits an der Juniorwahl teilgenommen haben, und ihre Lehrerinnen / Lehrer bewerten das Ergebnis meistens sehr positiv: Viele haben das Gefühl, besser auf die „richtigen“ Wahlen später vorbereitet zu sein. Lehrende finden es toll, dass ihre Schützlinge sich plötzlich viel mehr für Politik interessieren und auch von selbst Diskussionen anfangen. Und natürlich macht es auch einfach Spaß, das Gelernte gleich einmal ausprobieren zu können.

Die nächste Chance zur Juniorwahl gibt es nächstes Jahr im Mai, wenn die Europawahl ansteht. Wenn du auch Lust darauf hast, schnapp dir am besten gleich deine Lieblingslehrerin oder deinen Lieblingslehrer und meldet eure Schule an!