Der coolste Tag im Jahr: Welttag des Schneemanns

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Zwei Kinder bauen an einem stattlichen Schneemann

Am 18.01. findet der mit Abstand coolste Aktionstag des Jahres statt: der Welttag des Schneemanns. Der rundliche Geselle in weiß ist in der ganzen Welt bekannt und beliebt, wieso ihn also nicht einmal im Jahr feiern? Das dachte sich zumindest der Schneemann-Freund Cornelius Grätz, dem der Schneemann seinen Ehrentag zu verdanken hat. In diesem Artikel erfährst du, wieso der Aktionstag an keinem anderen Tag stattfinden könnte, wieso der weltgrößte Schneemann in Wahrheit gar kein Schneemann ist und wofür das frostige Männlein eigentlich steht.

Wie ist der Welttag des Schneemanns entstanden?

Der Schneemann hat seinen Jahrestag dem leidenschaftlichen Schneefigurensammler Cornelius Grätz aus Reutlingen zu verdanken. Seit über 30 Jahren sammelt er alles, was irgendwie mit der beliebten, rundlichen Figur zu tun hat. Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass da schon einige tausend Schneemänner in allen möglichen Farben, Formen und Größen zusammengekommen sind. Mit seiner riesigen Sammlung hat es Cornelius Grätz sogar schon mehrmals ins Guinness Buch der Weltrekorde geschafft, in dem unter anderem steht, wer was am besten kann oder welches Ding das Größte seiner Sorte ist. Wie eben die Schneemannsammlung von Cornelius Grätz.

Er ist ein richtig großer Fan des frostigen Gesellen. So groß sogar, dass er ihm einen eigenen Ehrentag widmen wollte: Einmal im Jahr sollte der Schneemann weltweit gefeiert werden. Es musste nur noch ein gutes Datum her. Natürlich muss der Welttag des Schneemanns im Winter liegen, keine Frage. Januar ist hierfür also der perfekte Monat. Außerdem sollte das Datum leicht zu merken sein. Seit 2010 findet der Tag nun immer am 18. Januar statt. Dabei ist die 18 keinesfalls zufällig gewählt. Erinnert dich die Acht nicht auch ganz stark an die Form des Schneemanns? Und die Eins soll den Stock oder Besen darstellen, den jeder traditionelle Schneemann bei sich trägt. 

Überall beliebt: Wofür der Schneemann steht

Natürlich soll der Welttag des Schneemanns in erster Linie Spaß machen. Die beliebte Figur ist bei Jung und Alt auf dem gesamten Globus bekannt, beschert unbeschwerte Kindheitserinnerungen und verbreitet einfach gute Laune.

Aber die Bedeutung des Schneemanns geht noch viel tiefer. Zum einen ist der Schneemann vollkommen frei von politischen oder religiösen Hintergründen. Er lässt Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern die Freude am Winter entdecken, wenn sie ihre Hände in den kalten Schnee stecken und anfangen, runde Kugeln zu formen und zu stapeln, um ihrem Schneemann zu bauen. Außerdem ist er ein Symbol von Vergänglichkeit und ständigem Wandel: Wasser wird zu Schnee, dieser schmilzt und wird wieder zu Wasser.

Coole Aktionen für eine gute Sache

Der gute Ruf des Schneemanns sollte laut Grätz nicht ungenutzt bleiben. Darum möchte er Hilfsorganisationen und Künstler dazu aufrufen, am jährlichen Welttag des Schneemanns mit lustigen Aktionen rund um den Schneemann auf Projekte aus den Bereichen Soziales und Klima aufmerksam zu machen. Natürlich kann jeder mitmachen, also auch du und deine Familie sowie auch deine Freundinnen und Freunde. Alles ist möglich. Bloß den Schal und die gute Laune nicht vergessen.

Schon gewusst? Fünf spannende Fakten über Schneemänner

  1. Die älteste Abbildung eines Schneemanns entdeckte der US-Cartoonist und Journalist Bob Eckstein in einem christlichen Gebetbuch von 1380. Der älteste Schneemann macht darin allerdings nicht das gewohnt fröhliche Gesicht – kein Wunder, schließlich ist er auf dem Bild gerade dabei, zu schmelzen.
  2. Der natürliche Feind des Schneemanns ist nicht nur die Sonne, sondern auch der Hase. Der ist nämlich ganz verrückt nach der Karotte, die oft als Nase das Gesicht des Schneemanns schmückt. Baue deinen Schneemann also am besten groß genug, sodass die kleinen Hüpfer gar nicht erst in Versuchung kommen.
  3. Der größte Schneemann der Welt ist gar kein Mann, sondern eine Frau: Olympia – benannt nach der US-Senatorin Olympia Snowe – erblickte im US-Bundesstaat Maine das Licht der Welt und brachte es auf eine stolze Höhe von 37,21 Meter. Über hundert Helfer waren knapp drei Wochen mit dem Bau der eiskalten Dame beschäftig. Allein schon ihre Nase brachte es auf ganze drei Meter.
  4. Der perfekte Schnee zum Bau von deinem Schneemann ist der sogenannte Pappschnee, der bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entsteht. In ihm ist ein bisschen flüssiges Wasser, das wie Leim ist. Nimmst du den Pappschnee in die Hand und presst ihn fest zusammen, verbindet das Wasser die Schneeflocken und du kannst deine perfekte Kugel rollen.
  5. Aus wie vielen Kugeln ein Schneemann besteht, ist übrigens von Land zu Land unterschiedlich. In Amerika zum Beispiel wirst du vor allem zweikuglige Schneemänner sehen. In Deutschland und ganz Europa bestehen die Schneemänner zumeist aus drei Kugeln.

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