Corona – Kleines Virus, große Auswirkung

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Kind steht im bad und wäscht sich mit viel Seife die Hände

Die Welt steht still – gerade ist nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern der Erde eine außergewöhnliche Zeit angebrochen. Die Schulen und Geschäfte sind geschlossen und die Städte bleiben leer. Der Grund für diesen Ausnahmezustand ist ein Virus, das sich schnell ausbreitet. Sein Name ist Coronavirus.  

Was ist ein Virus?

Ein Virus ist ein sehr kleines Teilchen, das bei Menschen Krankheiten auslösen kann. Um sich zu vermehren, braucht das Virus eine fremde Zelle. Und die findet es in unserem Körper, der aus sehr vielen Zellen besteht.

Eine Krankheit, die durch Viren ausgelöst wird, ist zum Beispiel die Grippe. Erkranken Menschen daran, haben sie oft Fieber und Husten. So ähnlich ist das auch bei dem neuen Coronavirus.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nennen das Virus auch SARS-Cov-2. Das klingt etwas seltsam, ist aber einfach eine englische Abkürzung für die Krankheitsanzeichen, die es hervorruft. Das Coronavirus löst eine Lungenkrankheit und Fieber aus. Insbesondere für alte Menschen, und für alle, die vielleicht auch schon mit anderen Krankheiten zu kämpfen haben, kann es sehr gefährlich werden, wenn sich das Virus auf sie überträgt.

Das Bedenkliche ist, dass dieses neue Virus sich sehr schnell ausbreitet. Weil es noch kein Medikament oder eine Impfung dagegen gibt, stecken sich gerade sehr viele Menschen damit an.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Du fragst dich bestimmt, wie das Coronavirus eigentlich übertragen wird. Laut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kann das auf zwei Wegen passieren. Menschen können sich zum Beispiel anstecken, wenn sie von einer kranken Person direkt angehustet werden. Beim Husten können die Viren in Form von Speichel-Tröpfchen auf einen anderen Menschen fliegen. Schaffen sie es dann noch in Nase, Mund oder Augen dieses Menschen, breiten sie sich dort aus und können ihn ebenfalls krankmachen.

Der zweite Weg ist, dass das Virus durch Berührungen weitergegeben wird. Hustet ein kranker Mensch beispielsweise in seine Hand, kleben die Viren an seiner Handfläche. Gibt der erkrankte nun einem anderen Menschen die Hand, können die Viren auf diesen weiter wandern. Berührt er dann mit seiner Hand sein Gesicht, können die Viren zum Beispiel über die Nase in seinen Körper gelangen.

Zum Glück geht die Wissenschaft aber nicht davon aus, dass das neue Virus über die Luft übertragen wird. Das macht es uns leichter, uns davor zu schützen. Doch was genau können wir tun?

Schulfrei und leere Städte in Hessen

Damit das Virus nicht so schnell von Mensch zu Mensch weitergetragen wird, hat unsere Landesregierung neue Regeln aufgestellt. Einige davon hast du bestimmt schon direkt in deinem Alltag bemerkt. Zum Beispiel, dass alle Schulen in Hessen geschlossen sind. Das bedeutet aber kein Schulfrei, sondern Unterricht über das Internet.

Außerdem sind fast alle Geschäfte geschlossen. Nur noch Supermärkte und andere wichtige Läden haben momentan geöffnet. Das führt dazu, dass Städte leer bleiben. Auch Verabredungen zum Spielen mit deinen Freundinnen und Freunden müssen zurzeit leider ausfallen.

Doch was ist der Grund für diese neuen Regeln? Ganz einfach: Begegnen sich auf den Straßen oder in den Schulen weniger Menschen, kann sich das Virus nicht mehr so schnell verbreiten. Wichtig ist das vor allem für die Krankenhäuser. Denn wenn Menschen wegen des Coronavirus sehr krank werden, kann es sein, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden müssen, um wieder gesund zu werden. Wenn aber zu viele Menschen gleichzeitig erkranken, kann es schlimmstenfalls vorkommen, dass es nicht genug Betten in den Krankenhäusern gibt. Das kann schlimme Folgen haben, weil sich Ärztinnen und Ärzte dann nicht so gut um alle Menschen auf einmal kümmern können, wie es nötig wäre.

Die Krankenhäuser in Hessen erlauben daher im Moment keinen Krankenbesuch, um zu verhindern, dass sich das Virus dort weiter ausbreiten kann. Zum Glück gibt es in den hessischen Krankenhäusern aber noch genug Betten für die Patientinnen und Patienten.

So schützt du dich und andere vor Viren

Auch du und deine Familie können mithelfen, die Verbreitung des Virus einzuschränken. Hier findest du einige Tipps, wie du dich und andere am besten vor dem Virus schützen kannst:

  • Wasche deine Hände: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass beim Händewaschen die allermeisten Keime und Viren entfernt werden können – ist das nicht super? Wenn du deine Hände wäschst, achte darauf, dass du sie an allen Stellen gründlich einseifst. Also auch an den Handrücken, die Fingerspitzen und den Raum zwischen den Fingern denken. Denn auch dorthin können sich Krankheitskeime verirren. Achte auch darauf, dass du deine Hände regelmäßig wäschst, zum Beispiel wenn du mit deinen Eltern einkaufen warst oder im Bus gefahren bist. Und natürlich nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen.
  • Halte Abstand: Wie du bereits gelernt hast, werden Viren von Mensch zu Mensch übertragen. Darum ist es wichtig, dass du genug Abstand zu anderen Menschen einhältst, vor allem, wenn sie husten oder niesen. Lass am besten so viel Raum zwischen dir und fremden Menschen auf der Straße, dass du sie mit ausgestreckten Armen nicht berühren kannst. Auch Händeschütteln oder umarmen solltest du im Moment lassen, wenn du auf andere Menschen triffst.
  • Nicht im Gesicht berühren: Um ganz sicher zu gehen, dass keine Keime und Viren in deinen Körper gelangen, die vielleicht doch an deinen Händen übrig bleiben, fass dir am besten nicht ins Gesicht. Vor allem deine Augen, deine Nase und deinen Mund solltest du nicht mit deinen Händen berühren. So haben die Viren keine Chance.

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