Johann Wolfgang von Goethe

* 28. August 1749 – † 22. März 1832

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Literatur

Johann Wolfgang von Goethe war ein echter Alleskönner. Überall auf der Welt liest man seine Bücher und Gedichte. Seine Theaterstücke werden immer noch aufgeführt. Dabei sind die schon 200 Jahre alt. Was viele Leute nicht wissen: Goethe hat sich auch für Naturwissenschaften interessiert und sogar Bücher darüber geschrieben. Und Politiker war er auch!

Wer so viele verschiedene Dinge kann, ist manchmal ein bisschen eigenartig. Und tatsächlich hatte er als Kind nur wenige Freunde. Wo hätte Goethe die auch finden sollen? Weil seine Eltern viel Geld hatten, schickten sie ihn nämlich nicht zur Schule. Stattdessen kam ein Lehrer zu ihm und seiner Schwester Cornelia nach Hause. Außerdem war er ein ziemlicher Besserwisser, der immer alles bestimmen wollte. Kein Wunder also, dass andere Kinder nicht so viel mit ihm zu tun haben wollten.

Als er dann zum Studieren von Frankfurt nach Leipzig ging, merkte er, dass er ein Angsthase war. Damit wollte er sich aber nicht abfinden und machte deshalb total verrückte Dinge. Um seine Höhenangst los zu werden, kletterte er auf Kirchtürme. Und weil er sich im Dunkeln fürchtete, ging er nachts manchmal auf den Friedhof.

Während des Jurastudiums merkte er noch etwas anderes: Er wollte weder Anwalt noch Richter werden. Denn andere Sachen machten ihm viel mehr Spaß. Eigentlich hatte er das Studium auch nur angefangen, weil sein Vater das unbedingt wollte. Es dauerte nicht lange, da begann er, sich mit Gedichten und Malerei zu beschäftigen. Und bald schrieb er sein erstes Buch über einen unglücklich verliebten Mann: "Die Leiden des jungen Werther". Das war damals ein super erfolgreich und hatte auch modische Folgen. Heute wollen viele so aussehen wie Popstars. Zu Goethes Zeit wollten viele so aussehen wie Werther.

Trotz seines Erfolgs als Schriftsteller fand Goethe auch Medizin und Naturwissenschaften spannend. Und später wurde er sogar Politiker. Der Herzog von Weimar machte ihn nämlich zum Finanzminister. Obwohl er so viel zu tun hatte, hörte Goethe aber nie auf zu schreiben. Und das tat er so gut, dass man auch heute noch sagt: Goethe ist einer der besten deutschen Schriftsteller gewesen. Goethe starb 1832 in Weimar.