Von Himmelsrichtungen, Küsten und der Mitte

Amerika
Wisconsin

Wisconsin ist ein US-Bundesstaat im Mittleren Westen. Wobei diese Himmelsrichtung eigentlich nicht stimmt. Denn wenn Du eine Landkarte der USA anschaust, stellst Du fest: Wisconsin ist nicht weit entfernt von Kanada. Es liegt also eher im Norden.

Warum man trotzdem vom Mittleren Westen spricht? Weil vor 150 Jahren die Leute dort zwei Sachen klarstellen wollten: Sie lebten nicht an der Ostküste. Aber auch nicht im Wilden Westen.

In Wisconsin bist Du richtig, wenn Du gern in der Natur bist. Fast der halbe Bundesstaat besteht aus Wald. Außerdem gibt es jede Menge Wasser. Denn Wisconsin grenzt an den Oberen See und den Michigansee. Die beiden sind echt riesig. Aber es gibt auch noch 15.000 kleinere Seen.

Wisconsin hat fast so viele Einwohner wie Hessen. Allerdings ist es sieben Mal größer als unser Bundesland. Die Hauptstadt ist Madison. Und der Spitzname von Wisconsin ist Dachs-Staat. So wurden da früher die Bergleute genannt.

Übrigens: Die Hälfte der Einwohner hat Vorfahren aus Deutschland. Denn vor langer Zeit sind viele Deutsche dorthin gezogen. Deshalb gibt es auch Städte die Berlin, New Berlin, Kiel, New Holstein und Rhinelander heißen.

Kultusminister Lorz in den USA

Kultusminister Lorz hat im Oktober die Partnerregion Wisconsin besucht. Dort hat er sich mit seinen amerikanischen Kollegen über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Schulsystem unterhalten.

Außerdem hat man sich darauf verständigt, dass man in Zukunft den Austausch von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitungen fördern will. So ein Austausch ist nämlich eine tolle Gelegenheit um von den Erfahrungen des jeweils anderen zu profitieren. Ein weiteres wichtiges Thema bei diesem Besuch war die Integration. Denn die USA sind ein Land, dessen Einwohner aus vielen verschiedenen Ländern kommen. Insofern haben die amerikanischen Kollegen viel davon zu erzählen, wie es ist, wenn unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Traditionen aufeinander treffen.

Schon ein Jahr zuvor hatte Ministerpräsident Volker Bouffier die Partnerregion besucht und angekündigt, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Dieses Versprechen hat Kultusminister Lorz jetzt nochmal bekräftigt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet: Im Rahmen eines Schüleraustauschs wird es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, für einen Zeitraum von mehreren Monaten in einer Gastfamilie aufgenommen zu werden. Insgesamt bestehen über 150 Partnerschulen zwischen den Vereinigten Staaten und Hessen, wobei allein 50 auf Wisconsin entfallen.

Während seines Aufenthalts hat Kultusminister Lorz auch hessische Studierende getroffen, die ein Semester in den USA verbringen. „Es ist immer schön, junge Menschen aus Hessen auf ihren Bildungsreisen in der Welt zu sehen. Daher ist es mir eine besondere Freude, durch die verbesserte Zusammenarbeit mit Wisconsin noch mehr jungen Leuten die Möglichkeit zu geben, an einem der Austauschprogramme teilnehmen zu können“, so der Minister.